Verhandlungen des Deutschen Reichstags

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Datenbank der deutschen Parlamentsabgeordneten
Basis: Parlamentsalmanache/Reichstagshandbücher 1867 - 1938

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Quidde, Ludwig, geb. am 23 . 03 . 1858 in Bremen
⇒ Reichstag
Deutsche Demokratische Partei - Portrait
Verfassunggebende Nationalversammlung - Abb. der Originalseite
Geboren am 23. März 1858 zu Bremen; konfessionslos. Besuchte bis 1876 das Gymnasium in Bremen, dann die Universitäten Straßburg und Göttingen, promovierte als Historiker 1881 und wurde Mitarbeiter bei den "Deutschen Reichstagsakten" (14.-15. Jahrh.), herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Akademie der Wissenschaften zu München 1882-1886 in Frankfurt a. M.; 1886 bis 1889 in Königsberg i. Pr., seit 1890 in München, mit Unterbrechung von zwei Jahren (Herbst 1890-1892, als Sekretär des preußischen Historischen Instituts in Rom), 1888-1896 Herausgeber der von ihm gegründeten "Deutschen Zeitschrift für Geschichtswissenschaft" seit 1887 a. o. Mitglied, seit 1907 ordentliches Mitglied der Historischen Kommission; seit 1892 a. o. Mitglied der Historischen Klasse der Akademie; machte ausgedehnte Reisen zur Durchforschung der Schweiz und Italien. Seit 1893 im politischen Leben tätig in Organisationen der Deutschen Volkspartei, später der Fortschrittlichen Volkspartei, verbüßte 1896 drei Monate Gefängnis wegen "Majestätsbeleidigung", Dezember 1902-1911 Gemeindebevollmächtigter; seit 1907 Mitglied der bayerischen Kammer der Abgeordneten, 1918 Zweiter Vizepräsident des provisorischen Nationalrats des Volksstaates Bayern. Seit 1892 in der Friedensbewegung tätig, gründete 1894 die Münchener Friedensgesellschaft, seit 1901 Mitglied des internationalen Friedensbureaus in Bern, 1907 Präsident des 16. Weltfriedenskongresses in München, seit 1914 1. Vorsitzender der Deutschen Friedensgesellschaft. Beteiligt an der Herausgabe der "Deutschen Reichstagsakten", Band 5, 6, 10-12. Verschiedene Schriften zur deutschen Geschichte (besonders Verfassungsgeschichte im späteren Mittelalter): "Der Schwäbisch-Rheinische Städtebund im Jahre 1384" 1884, "Entstehung des Kurfürstenkollegs" 1884, "Studien zur Geschichte des Rhein. Bundes von 1254" 1885. Politische Schriften: "Der Militarismus im Deutschen Reich" 1.-3. Auflage 1893, "Caligula, Eine Studie über römischen Cäsarenwahnsinn" (30 Auflagen) 1894, "Wetterleuchten der Reaktion" 1895, "Katalog der Bibliothek des demokratischen Vereins" 1899, "Bayerische Steuerreform" 1909, "Nationale Lebens- und Ehrenfragen" 1910, "Die Entwicklung der Rechtsidee in der Geschichte" 1911, "Schuldisziplin und Elternhaus" 1911, "Organisation der Interparl. Union" 1911 (auch französisch), "Wie gebe ich meine Steuererklärung ab?" 1911. "Entwurf zu einem Vertrage über Rüstungsbeschränkung" 1913 (auch französisch und englisch). Während des Weltkriegs: "Sollen wir annektieren?" Denkschrift des Bundes "Neues Vaterland" 1915, "Reale Garantien für einen dauernden Frieden" 1915, Verfasser der Eingaben der pazifistischen Organisationen an den deutschen Reichstag: "Pazifismus und Belagerungsaufstand" 1917, "Die Friedenfrage nach der russischen Revolution" 1917, "Friede im Osten und Westen" 1918, Politische Aufsätze in der Tagespresse.